Lanzarote und die Baumaloe

Schwarze Klippen, bunte Berge, heiße Erde, kahle Hänge. Das ist das Bild, welches sich bietet, wenn man den Flughafen der Hauptstadt Arrecife de Lanzarote hinter sich lässt. Die Vulkaninsel gleicht einer Mond-, besser vielleicht einer Marslandschaft. Schattierungen von rot bis schwarz. Lanzarote ist, wie alle kanarischen Inseln, dem Atlantik erwachsen. Hierbei war der Vulkanismus die treibende Kraft. Auf Lanzarote ist dies noch hautnah zu erfahren. Diese östlichste der kanarischen Insel ist die Jüngste. So ist es kein Wunder, dass man in den Feuerbergen (Montanas del Fuego) Sträucher mit der puren Energie aus dem Innern der Erde zum brennen bringen und Fleisch über einem Naturgrill garen kann.

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Lanzarote ist dabei, seine Natur zu entwickeln, wie die Erde dies vor Millionen von Jahren ebenso getan hat. So findet man in den Feuerbergen lediglich einige Flechten, während im Norden – dem ältesten Teil der Insel – schon Sträucher zum Leben erweckt wurden. Der Boden der Insel ist aufgrund seines vulkanischen Aschegesteins sehr fruchtbar. Daher wächst im Weinanbaugebiet von La Geria ein sehr spezieller Wein. Sein aschiger Geschmack macht ihn einzigartig und unverwechselbar.

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In der Vergangenheit wurden auf der Insel – aufgrund der Nähe zu Afrika und den vorbeiziehenden Golfstrom mit einer ganzjährigen trockenen Wärme gesegnet – spezielle Kakteen gezüchtet, welche eine Laus beheimateten, die zur Gewinnung eines natürlichen roten Farbstoffes diente. Seitdem alle Farben künstlich hergestellt werden können, ist dieses Gewerbe allerdings ausgestorben und die Läuse und Kakteen leben in einer natürlichen Symbiose.

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Das Klima auf der Insel verhilft allerdings einer Pflanzenart ganz besonders zu einem gesunden Wachstum: Der Aloe. Hauptsächlich wird die Aloe Vera angebaut, die zu Kosmetika verarbeitet wird. Es finden sich ganze Felder überall auf dem Eiland. Einige sind zu besichtigen und es können natürlich auch die entsprechenden Produkte, wie Cremes, Waschlotionen, Shampoos etc. erworben werden. Eine Verkostung führt unweigerlich zu einem Verziehen des Gesichtes, da die Aloe sehr sehr bitter schmeckt.

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Unter dem endlosen Blau des Himmels und der Allgegenwart des Meeres findet sich hier und da auch die Baumaloe oder Aloe Arborescens. Diese ist die einzige Aloe, die als Heilmittel in Deutschland anerkannt ist. Bei den Einheimischen ist diese längst Bestandteil der Hausapotheke. Sie dient zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung, stärkt das Immunsystem und schützt so gegen Infekte, Erkältungen, Grippen und Herpes.

Eine Recherche im Internet führt auf zahlreiche Seiten, die sich zudem mit der präventiven Wirkung gegen Krebs beschäftigen. Hier trifft man immer wieder auf ein Rezept eines Mönches, welches aus einer Mischung aus Baumaloe, Alkohol und viiiiel Honig besteht. Letzterer vor allem, weil auch die Aloe Arborescens sehr bitter schmeckt. Ob das Gemisch wirklich gegen Krebs hilft, sei mal dahingestellt. Schaden wird es sicher nicht, so lange man nicht mehr als die empfohlene Menge von zwei Esslöffeln pro Tag zu sich nimmt. Der Alkohol soll das Ganze konservieren, da die angerührte Menge sonst über den Verzehrzeitraum nicht mehr genießbar wäre.
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Mit diesem Wissen und dem Bild einer dekorativen Pflanze im Hinterkopf, kaufte ich mir gleich zwei Exemplare. Die Baumaloe ist wie seine anderen Familienangehörigen eine sehr pflegeleichte Pflanze. Ein geeignetes Substrat, wenig Wasser und etwas Licht reichen schon, um ein schönes Wachstumsergebnis zu erzielen. Im Sommer kann das Bäumchen auch raus, um sich mit Sonnenlicht vollzutanken, um den langen dunklen Winter am Fenster zu überleben. Lediglich mit dem Platzangebot muss aufgepasst werden, da die Baumaloe, getreu ihrem Namen, sehr in die Höhe und Breite wächst. So habe ich nun ein wenig Lanzarote bei mir auf dem Balkon und im Zimmer stehen. Irgendwann werde ich dann ernten und mir den Mönchslikör anrühren.

Links zur Baumaloe

http://www.foodgroove.de/aloe-arborescens/
http://aloearborescensmiller.com/
http://www.gartenlexikon.de/pflanzen/baum-aloe.html
https://www.allnaturel.de/aloe-arborescens-heilwirkung.html

Die vorliegenden dargestellten Inhalte dienen der neutralen Information und stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen Nähr-, Arznei-, Heilmittel, Methoden oder Behandlung dar. Beiträge und Tipps beziehen sich lediglich auf die vorgestellten Produkte als Lebensmittel und ihre Verwendungen im Allgemeinen und bezwecken eine kritische Auseinandersetzung mit den jeweiligen Produkten. Hinweise auf konkrete Produkte einzelner Hersteller und Empfehlungen betreffen lediglich eigene Einkaufsquellen. Es wird dringend empfohlen, sämtliche Verwendungs- und Warnhinweise auf den jeweiligen Verpackungen der etwaig erworbenen Produkte streng zu beachten. Es kann keine Garantie auf Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Ausgewogenheit der Informationen gegeben werden. Die Inhalte ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und sollten nicht als Grundlage eigener Diagnosen und Handlungen dienen. SoulUrbia übernimmt keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus den hier dargestellten Inhalten ergeben.


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