Plastik reduzieren – so geht’s!

Wir haben ein großes Plastik Problem!

Heutzutage besteht praktisch alles aus Plastik. Lebensmittel und Hygiene Produkte werden in Plastik verpackt. Autos, Telefone und Computer sind daraus gemacht. Und man kaut sogar täglich darauf herum, in Form von Kaugummi. Während die meisten Kunststoffe angepriesen werden als recycelbar, ist es Tatsache, dass z.B. eine Kunststoff- Milchtüte niemals in einen anderen Karton recycelt werden kann. Sie kann nur in einen Artikel niedriger Qualität „downcycled“ werden. Und dieser kann dann nicht mehr „downcycled“ werden. Es verrottet nie, ist aber komplett unbrauchbar. Ein Dilemma.

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Wie groß ist unser Kunststoff- Problem? Von den 30 Millionen Tonnen Plastikmüll, die in 2009 allein in den USA geschaffen wurden, konnten nur 7 Prozent recycled werden. Diese Kunststoffabfälle landen auf Deponien, Stränden, in Flüsse und Meeren und tragen zu solch verheerenden Problemen wie den pazifischen Müllstrudel, ein wirbelnder Strudel der Plastikmüll von der Größe eines Kontinents herum wirbelt, bei. Plus, die meisten Kunststoff sind aus Öl hergestellt .

Zum Glück gibt es einfache Schritte, wie man selbst den eigenen Plastikabfall drastisch verringern kann.

1. „Nein“ zu Strohhalmen

Eine der einfachsten Wege, Kunststoff zu meiden, ist keine Strohhalme zu benutzen. Einfach den Kellner oder die Kellnerin informieren, dass sie nicht gebraucht werden und beim Drive-In mit ansagen. Wenn absolut gar nicht auf die Bequemlichkeit des Trinkhalms verzichtet werden kann, gibt es Lösungen wie zum Beispiel ein wiederverwendbarer Trinkhalm aus Edelstahl oder Glas.

2. Einwegplastiktütchen in der Obst- und Gemüseabteilung wiederverwenden

Über 1 Million Einwegplastiktütchen werden jede Minute genutzt und eine einzelne Plastiktüte benötigt mindestens 1000 Jahre um zu zerfallen. Wenn man bereits wiederverwendbare Taschen mit in den Supermarkt bringt, ist man auf jeden Fall schon auf dem richtigen Weg. Taschen aus Nylon oder Polyester sollten aber gemieden werden, weil sie auch aus Kunststoff hergestellt sind. Baumwolle ist da die Lösung. Viele Obst- und Gemüsesorten kann man auch ohne Plastiktütchen abwiegen und den Aufkleber direkt auf das Lebensmittel kleben (z.B. Bananen, Ingwer, Gurke, Pomelo, Tomaten mit Rispe usw.) für alle anderen können dann alte Plastiktütchen mitgebracht werden.

3. Gib Kaugummi kauen auf

Kaugummi wurde ursprünglich aus Baumharz gemacht. „Chicle“ war ein Naturkautschuk. Nach und nach aber haben Wissenschaftler Synthesekautschuk hergestellt. Polyethylen und Polyvinylacetat begann den Naturkautschuk in den meisten Kaugummis zu ersetzen. Nicht nur, dass man auf Kunststoff herumkaut, es ist toxischer Kunststoff – Polyvinylacetat hergestellt aus Vinylacetat, eine chemische Verbindung die Tumore in Laborratten verursacht. Obwohl es mit der Weile möglich ist, Kaugummi zu recyceln sollte trotzdem ganz darauf verzichtet werden – gerade auch weil die Verpackung aus Plastik besteht.

4. Pappschachteln kaufen statt Plastik-Flaschen

Waschmittel und Seife gibt es in Kartons, man muss keine Plastik-Flaschen kaufen. Pappe kann leichter recycelt werden.

5. Behälter wiederverwenden

Aufbewahrungsbehälter werden uns nahezu geschenkt; nur um dann wieder im Müll zu landen. Wenn man schon zu verarbeiteten Lebensmitteln greift, sollten die Behälter aus Glas und nicht aus Plastik sein. Eine Vielzahl von Lebensmitteln wird in Gläsern angeboten wie z.B. Spaghetti-Sauce, Erdnuss-Butter, Salsa und Apfelmus, Gewürzgurken, Joghurt usw. Stattdessen werfen viele diese weg oder recyceln sie. Die Gläser können sehr gut zur Aufbewahrung von Lebensmitteln verwendet werden. Oder man kann sie mitnehmen zum Einkaufen um lose Lebensmittel zu kaufen. Plastiküberbleibsel aus Joghurt, Butter oder andere Lebensmittel einfach waschen und zur Aufbewahrung von Lebensmitteln oder sonstigem nutzen.

6. Mehrweg-Flaschen und Becher

Wasser in Flaschen produziert 1,5 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr und diese Flaschenproduktion benötigt 47 Millionen Liter Öl. Durch einfaches Nachfüllen einer Mehrwegflasche verhindert man, dass wenigstens einige dieser Plastikflaschen nicht auf Deponien und in Ozeanen landen. Mehrwegbecher können ins Café mitgenommen werden und vom Barista aufgefüllt werden. Ein Mehrwegbecher am Schreibtisch statt einer Tasse aus Kunststoff, Papier oder Styropor hilft auch, Plastik zu sparen. Der durchschnittliche Büroangestellte nutzt etwa 500 Einwegbecher pro Jahr und produziert damit eine Menge unnötigen Abfall.

7. Streichhölzer verwenden

Beim Kerze anzünden, Lagerfeuer machen oder irgendeinem anderen Grund Feuer zu machen, sollte man sich für Streichhölzer statt Einweg-Feuerzeuge entscheiden. Die billigen Plastik-Geräte sitzen in Deponien seit Jahren fest und werden auch in den Mägen toter Vögel gefunden. Wenn man so am Feuerzeug hängt sollte man jedoch zu Metall greifen.

8. Die Tiefkühlabteilung im Supermarkt überspringen

Tiefkühlkost bietet sowohl Komfort als auch viele Plastikverpackungen – auch die umweltfreundlich verpackten Produkte aus Pappe sind mit einer dünnen Schicht aus Kunststoff beschichtet. Auch wenn es schwer fällt mit der Tiefkühlkost kurzen Prozess zu machen, gibt es außer der Umweltfreundlichkeit noch weitere Vorteile: Man isst weniger verarbeitete Lebensmittel und vermeidet die Chemikalien im Essen, die mit der Plastikverpackung mitgeliefert werden.

9. Kein Plastikbesteck verwenden

Einweg-Essstäbchen, Messer, Löffel und Gabel gehören der Vergangenheit an. Wenn man vergisst Metallbesteck mit zur Arbeit zu nehmen oder wenn man weiß, dass das Lieblingsrestaurant nur Plastikbesteck hat, sollte man anfangen eine Reihe von Utensilien einzupacken. Wie zum Beispiel ein Bestäcktäschchen, Metallbesteck in der Schreibtischschublade oder ein To-Go Bambus-Set.

10. Mehrwegbehälter zurückbringen

Wenn man Beeren oder Tomaten auf dem Bauernmarkt kauft, kann man die Plastikbehälter einfach wieder mit bringen und nochmals befüllen lassen. Oder aber man bringt seine eigenen Behälter z.B. aus Glas mit und füllt vor Ort ab. So kann der Verkäufer den Plastikbehälter sofort zurück nehmen und wiederverwenden.

11. Stoffwindeln verwenden

Jährlich werden 3.447.303 Tonnen Einwegwindeln allein in den USA weggeworfen. Außerdem benötigt man dafür etwa 36 287 kg Plastik und mehr als 200.000 Bäume um ein Jahr Wegwerfwindeln für amerikanische Babys allein herzustellen. Durch einfaches Umsteigen auf Stoffwindeln, würde man nicht nur den ökologischen Fußabdrucks des Baby verringern sondern auch viel Geld sparen.

12. Keinen Saft mehr kaufen

Statt Saft in Plastikflaschen zu kaufen, kann man ihn ganz einfach selbst frisch pressen oder einfach frische Früchte essen. Man senkt nicht nur den Plastikabfall sondern lebt gesünder durch mehr Vitamine und Antioxidanzien statt Süßungsmittel, Konzentrate und Glucose Fructose Sirup.

13. Cleen Green

Es gibt keine Notwendigkeit für mehrere Plastikflaschen Küchenreiniger, WC-Reiniger und Glasreiniger, wenn man ein paar Grundlagen wie Backpulver und Essig im Haus habt. So spart man Platz und Geld und vermeidet, dass diese giftigen Chemikalien, die eigene Gesundheit beeinträchtigen.

Quellen:
http://www.plastic-planet.de/hintergrund_plastikalsproblem.html
http://www.kompostierbaresgeschirr.de/das-plastikproblem
http://www.mnn.com/lifestyle/responsible-living/photos/16-simple-ways-to-reduce-plastic-waste/plastic-problem

2 Gedanken zu “Plastik reduzieren – so geht’s!

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