[Rezension] „Blackout“ von Marc Elsberg

Bevor man dieses Buch liest, sollte man einige Flaschen Wasser und Kerzen bunkern.

Blackout“ ist ein außergewöhnlich guter deutscher Krimi, der es absolut verdient hat, gelesen zu werden – bei Kerzenschein (wenn der Inhalt des Buches Wirklichkeit werden sollte, ist auch nur noch das möglich).

Die Geschichte, die „Blackout“ liefert ist tatsächlich gut vorstellbar und realistisch. Es wird chronologisch aufgezeigt, wie ein Stromausfall zeitlich ablaufen würde. In einem nach dem anderen Land wird das Stromnetz gehackt. Bis die Politik etwas unternimmt, vergeht wie auch in vielen anderen Angelegenheiten, erst einmal sehr viel Zeit.

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Die Story des Buches spielt an mehreren Orten gleichzeitig. In genau der gleichen Geschwindigkeit, in der man zu Hause einen Lichtschalter drücken kann, nehmen sich die Hacker die Stromnetze verschiedener Länder vor. Schnell, unaufhaltsam und dem aktuellen Weltgeschehen zeitgerecht geschrieben.

Diese Echtzeit-Apokalypse ist real geschildert, plausibel und genauso real beängstigend.

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Manzano, ein gesuchter Ex-Hacker hinterlässt im Netz Spuren, dass er etwas mit dem Stromausfall zu tun hat. Jedoch versucht er glaubhaft zu vermitteln, dass sein Laptop gehackt wurde, um die Regierungen auf falsche Fährte zu locken. Manzano ist auf der Flucht und erlebt das Chaos am eigenen Leibe: Er muss in Krankenhäusern mit ansehen, wie die Ärzte ihre Patienten die Todesspritze geben müssen, da die Versorgung und Umsiedlung nicht mehr gegeben war. Im Krankenhaus trifft er auch auf eine amerikanische Journalistin in Not. Sie glaubt an seine Unschuld und hofft, an seiner Seite zu einer guten Story zu kommen.

Gemeinsam reisen sie durch halb Europa, um nach Brüssel zu gelangen. Ohne Elektrizät ein ziemliches Abenteuer. Ihr Ziel ist das Informations Center der EU, der Ort, an dem Manzano versucht seine Unschuld zu beweisen.

In „Blackout“ steht aber neben der Apokalypse auch der Umgang von Menschen untereinander in Notsituationen im Vordergrund. Die Art und Weise wie wir untereinander agieren und wie ein Stromausfall ganz unterschiedlich tragisch ausfallen kann. Aber nichts desto trotz sind wir alle abhängig von Elektrizität, Macht und die Menschen, die sie haben. Überleben ist Alles, wenn die Menschheit aufgrund von falsch handelnden Politikern buchstäblich im Dunkeln gelassen wird.

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Ich finde, das Buch unterhaltsam und die Story sehr spannend und fesselnd. Allerdings ist sie zeitweise etwas langatmig. Viele Charaktere, die am Anfang vorgestellt werden, spielen am Ende keine Rolle mehr. Das verwirrt ein wenig. Zusammenfassend ist es ein erhellender Roman über unsere Abhängigkeit von den Energieversorgern und wie die Menschlichkeit, Weltordnung und vieles mehr buchstäblich mit einem Klick ausgeschaltet werden kann.

Lasst gern Kommentare da, ob ihr das Buch gelesen habt und wie es Euch gefallen hat!


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