Quick Guide: Ein Tag in San Sebastián

Im September waren wir mal wieder mit dem Bulli unterwegs und schliefen die Nacht über an einem wunderschönen Plätzchen nahe der Atlantikküste bei Tarnos in Südfrankreich. Nach dem Frühstück stand heute San Sebastián an. Nach kurzer Fahrt waren wir auch schon da.

Die Sonne schmeichelte der goldgelben Architektur und die warmen Temperaturen ließen uns langsamer gehen. Die Menschen sind sehr freundlich und überall malen Obst & Gemüseläden bunte Akzente in die beige baskische Architektur.

Obwohl die Stadt sich bei Touristen großer Beliebtheit erfreut, hat die Stadtverwaltung penibel darauf geachtet, das Stadtbild möglichst beizubehalten. Aus diesem Grund finden sich dort auch keine großen Bettenburgen. Die verkehrsberuhigte Altstadt (Parte Vieja) bietet den Besuchern aufgrund der Verbannung von Fahrzeugen die Möglichkeit, unbeschwert auf Entdeckungstour zu gehen.

Wir parkten am Rande der Altstadt und konnten unseren Augen kaum trauen. Jede Bar und jedes Restaurant bietet ein Tapas – oder wie die kleinen Brothappen hier heißen: „Pintxos“ – Buffett an. Dazu ein Glas Sangria oder Taxkoli, ein extrem trockener Weißwein aus dem baskischen Weinbaugebiet Getaria, und man fühlt sich sofort wohl, entschleunigt und angekommen.

Wir kamen uns vor als hätten wir unser ganzes Leben etwas verpasst. Das was hier anscheinend normale Sitte und Tradition ist war für uns vollkommen neu. Etwas unsicher betraten wir die erste Pintxos Bar. Uns lief das Wasser im Mund zusammen. Nur wusste wir nicht wie wir uns verhalten sollten. Englisch ist hier nicht Gang und Gebe und so verständigten wir uns im gebrochenen Spanisch. Also jetzt hier für gleichgesinnte Pintxos Anfänger:

  1. Man nimmt sich einen Teller (dieser steht erfahrungsgemäß irgendwo an der Seite des Buffets)
  2. Man legt einfach mit der Hand oder manchmal beigelegter Greifzange alles auf seinen Teller was einen anspricht
  3. Anschließend geht man mit dem voll gepackten Teller zur Kasse und bezahlt (dort kann optional gleich noch ein Glas Sangria mitbestellt werden)
  4. Extra Tipp: Den Teller nicht all zu voll machen, denn die nächste Pintxos Bar ist nur weniger Meter entfernt und hat vielleicht noch leckerere Häppchen im Angebot.

Nach dem wir uns in der ersten Pintxos Bar die Bäuchlein voll geschlagen haben, flanierten wir durch die Altstadt. Die alten Bauten sind verziert mit kleinen Balkonen und Pflänzchen. Wir bummelten durch schattenspendenden Gassen bis zur Plaza de la Contitucion, dem Rathaus, der Kirche Iglesia de San Vicente, sowie dem Fischereihaafen und dem Berg Monte Urgull.

Nach weiteren kurzen Stops in anderen Pintxos-Bars gab es noch ein kleines Eis und ein Nata bevor wir uns zum Bulli begaben und weiter fuhren in Richtung Bilbao.


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