[Rezension] The Witch Doesn’t Burn in This One von Amanda Lovelace

The Witch Doesn’t Burn in This One ist Amandas zweite Gedichtsammlung. Von Ihrem Debüt „The princes saves herself in this one“ war ich recht begeistert. Obwohl sie vom Stil, Ausdrucksweise und vor allem von der Tiefe und Stärke der Gedichte nicht mit Poeten wie Nikita Gill oder Rupi Kaur mithalten kann.

Da ich das erste Buch gut fand, kaufte ich mir auch das Zweite. Leider war ich davon nicht sehr begeistert. Die Gedichte waren noch leerer, ausdrucksloser und flacher als im ersten Band. Ausschließlich das letzte Kapitel enthält Teile, die mich ansprechen. Das ist nicht sehr viel und es kam mir stellenweise vor, als verschwende ich meine Zeit beim schnellen durchblättern der inhaltslosen Seiten.

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The Witch Doesn’t Burn in This One ist als feministischer Gedichtband gedacht. Für mich ist Feminismus jedoch intersektioneller. Beim Feminismus geht es meiner Meinung nach nicht nur um Frauen und dass sie unterdrückt werden. Feminismus ist für mich vielschichtiger als das. Und ein ganzes Buch nur aus einem Blickwinkel zu betrachten, ist mir einfach zu wenig.

Ich denke, Poesie ist persönlicher als jede andere Art des geschriebenem Wortes, so dass die persönliche Reaktion und emotionale Bindung das Wichtigste ist. Während ich also die Gedichte in The Witch Doesn’t Burn in This One las, gab es meiner Meinung nach nur das omnipräsente Thema „Frauen sind gut und Männer böse“. Damit ist das Buch leider nichts für mich.

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Amandas Art von Poesie zeigt bei mir keine Resonanz. Es ist leicht verständlich und es gibt ein paar schöne Metaphern aber einige davon werden einfach etwas überstrapaziert, „Feuer, böse Jungs, Unzufriedenheit. etc“.

Auch wenn meine Rezension über The Witch Doesn’t Burn in This One nicht ganz positiv ist, habe ich einige Passagen trotzdem genossen. Es gab Einige (zwei bis drei) Gedichte nach meinem Geschmack und natürlich behandelt das Buch auch ein sehr wichtiges Thema.

Alles in allem kann ich The Witch Doesn’t Burn in This One (Amazon Partnerlink) tatsächlich einfach nicht empfehlen. Es trifft vielleicht den Geschmack von sehr vielen anderen Lesern. Poesie-Neueinsteigern kann ich persönlich eher Nikita Gills Wild Embers oder Rupi Kaurs Milk and Honey empfehlen.

Die Darstellung des Feminismus als übergeordneten Themas verfehlte für mich als Person und Poesie-Liebhaber knapp das Ziel.


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